Zur Gründung des Tambourcorps
Effeln im Jahre 1920 schreibt
Gründungsmitglied und erster Tambourmajor Theodor Breider:
"Es fing an im Jahre 1920. Bei dem Müerken Franz Dauck kam ein Trupp Jungs im Alter von 13-17 Jahren zusammen, um sich an den Trommeln des etwa 30-jährigen Maurermeisters zu erfreuen, die dieser als Angehöriger eines Tambourcorps aus dem im Jahre 1918 zu Ende gegangenen Weltkrieges mit ins Dorf gebracht hatte. Aus dem Lauschen und Bewundern wuchs die Bereitschaft zur Gründung eines Tambourcorps.
Nach den Weisungen von Franz Dauck, der auch Flöte spielen konnte, gehörten folgende Musikinstrumente dazu:
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Die erste Frage: 'Von wo zu beziehen und woher das Geld?'
Die Lieferfirma war bald gefunden: Meinel & Herold in Thüringen. Und das Geld?
"Wann dei Jungens ne Knüppelmusik hewwen wellt, mot se sick eune keopen!"
weder bei behördlichen, kommunalen Stellen, noch bei kirchlichen war Geld in den damals schweren wirtschaftlichen Zeiten zu haben.
Was dann geschah, verdient bis heute mit goldenen Lettern in der Vereinsgeschichte des Tambourcorps vermerkt zu werden:
Unter der Regie von Theo Breider wurden auf den abgeernteten Weizenfeldern von Effeln Ähren gesucht und in den Seitengräben der Straßen und Feldwege wurde Gras gemäht. Mit dem Erlös aus dem Dreschen und Heuen wurden die Instrumente angeschafft.
Franz Dauck bildete hinter seinem Haus an der Straße nach Uelde das Tambourcorps aus. Erster Tambourmajor zu werden hatte ich die Ehre. Ich war damals 17 Jahre alt und Obertertianer in der Rektoratsschule in Warstein. Die Namen der Übrigen Mitglieder des ersten Tambourcorps Effeln waren:

Tambourmajor Theo Breider, Franz Buschkühl, Josef Göckede, Robert Edelhoff, Edmund Schäfer, Gerhard Westhoff, Josef Grobe, Heinrich Dauck, Anton Grobe, Alex Strugholtz und Wilhelm Grobe.
Bei Veranstaltungen des Schützenvereins und Männergesangvereins trat das Tambourcorps in Erscheinung. Größere Auftritte waren, soweit ich mich erinnere, unter meiner Stabführung die Teilnahme am Diözesan-Dekanats-Fest in Erwitte und im Jahr darauf in Mühlheim an der Möhne. In Erwitte führten wir den Festzug an, an dem sich über tausend Jugendliche beteiligten.
Das Tambourcorps war eingebettet und wurde getragen vom katholischen Jünglingsverein Effeln, dessen Präses der unvergessliche hochverdiente Pastor Alfons Peters war, der sich mit einer besonderen Liebe und Fürsorge der Jugend annahm, und der besonders besonders Stolz auf seine jungen Musikanten war, wenn man ihm, der durch Körperliche Beschwernisse persönlich am Mitmachen verhindert war, mitteilte, daß die Jungen vom Tambourcorps Effeln unter allen mitmachenden Vereinen sich vorbildlich verhalten hätten. - Und das ohne geistlich Betreuung!"
(...)
Münster, den 21.08.1990
Theodor Breider
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Nach dem ersten Tambourmajor Theodor Breider folgten Bernhard Schäfer und Alex Strugholtz, der das Tambourcorps bis zum zweiten Weltkrieg führte.

Nach dem Krieg ging es sofort weiter, Schnell fanden sich einige Spielleute, die das Tambourcorps wieder aktivierten. Hubert Siedhoff übernahm den Tambourstab, Josef Schulte bildete die Flötisten aus, Franz Dauck und Josef Röbbecke die Trommler.
Ab 1954 übernahm Siegfried Wiese das Amt des Tambourmajors, das er zwanzig Jahre lang bekleidete.

1974 übernahm Reinhard Strugholtz die Regie und führte das Tambourcorps zu damals ungeahnter Größe. Unter seiner Führung erreichte der Verein die enorme Größe von 65 aktiven Spielleuten. Reinhard leistete extrem gute Jugendarbeit, so daß im Jahr 1990 über zwanzig neue Flötisten ausgebildet wurden. Er war es auch, der sämtliche Aktiven dazu überredete Noten zu lernen und am D1-Lehrgang teilzunehmen. Diesen haben übrigen alle bestanden. Manche gingen weiter und bestanden auch die D2 und D3-Lehrgänge mit Erfolg.

Reinhard führte das Tambourcorps bis zum Sommer 1999, wo er dann von seinem Stellvertreter Markus Strugholz abgelöst wurde.

Nach seiner 5 jährigen Tätigkeit übergab Markus den Stab an Karsten Strugholtz, der bis heute an der Spitze unseres Tambourcorps marschiert.